Single-Charts #1394
Tame Impala verteidigen mit loser die Spitze der Worldcharts. Der Titel steht in seiner fünften Woche zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 und bestätigt damit, dass der aktuelle Tame-Impala-Lauf kein kurzer Moment war. Direkt dahinter rückt Ariana Grande mit hate that i made you love me von Platz 3 wieder auf Platz 2 vor und bleibt damit die stärkste Verfolgerin, während Shakira / Burna Boy mit dai dai von Platz 2 auf Platz 3 leicht nachgeben.
Die wichtigste Bewegung ganz oben kommt von Adéla: ain’t in la springt von Platz 17 auf Platz 4 und erreicht damit einen neuen Peak. Das ist nicht nur die stärkste Top-10-Bewegung, sondern auch ein deutlicher Hinweis auf ihre Album-veröffentlichung, auf die wir auf der anderen Seite noch näher eingehen. Zusätzlich startet sie mit nicole kidman neu auf Platz 54. Zwischen den großen Namen der oberen Zone wirkt das wie ein klarer Durchbruchsmoment.
Die Top 10 selbst bleiben eine Mischung aus aktuellen Fanbase-Hits, Pop-Standards und starken Dauerläufern. Justin Bieber / Nicki Minaj halten beauty and a beat stabil auf Platz 5, Hugel / Imael Angel / Ultra Naté bleiben mit movin‘ to the sun auf Platz 6, und der höchste echte Neueinstieg der Woche kommt von Miley Cyrus: bass persuades startet direkt auf Platz 7. Olivia Rodrigo hält stupid song auf Platz 8, Drake bleibt mit janice stfu auf Platz 9, und Olivia Rodrigo schiebt mit the cure zusätzlich von Platz 12 auf Platz 10 in die Top 10.
Hinter der Spitzengruppe fällt besonders Dua Lipa auf. training season macht den größten Sprung der gesamten Singles-Liste: von Platz 32 auf Platz 12, also 20 Positionen nach oben. Auch Steve Lacy mit oh yeah? von Platz 63 auf Platz 46, Linkin Park mit in the end von Platz 86 auf Platz 69 und Harry Styles mit sign of the times von Platz 91 auf Platz 74 zeigen kräftige Aufwärtsbewegungen. Das gibt der Woche eine deutliche Katalog- und Wiederentdeckungsnote.
Genau in dieses Bild passen zwei der acht Neueinstiege, die eigentlich keine neuen Songs sind. Bee Gees landen mit Stayin‘ Alive neu auf Platz 75. Der Klassiker profitiert offenbar vom aktuellen Barry-Gibb-Kontext rund um seinen 80. Geburtstag, von der anhaltenden Streaming-Stärke des Bee-Gees-Katalogs und natürlich von seinem dauerhaften Popkultur-Status – bis hin zur bekannten Rolle als CPR-Taktgeber. Noch später steigt TLC mit No Scrubs auf Platz 98 ein. Auch hier ist es eher ein Nostalgie- und Medienmoment als ein normaler neuer Release: das Scrubs-Revival, 90er-R&B-Trends und aktuelle Social-Media-/Streaming-Wellen bringen den Klassiker zurück in die Sichtbarkeit.
Die weiteren Neueinstiege zeigen dagegen klar die aktuelle Release-Seite der Woche: Lisa startet mit sawadika auf Platz 30, Nemzzz / Travis Scott mit gass auf Platz 50, Imael Angel mit bad times auf Platz 81 und Jisoo mit click auf Platz 100. Zusammen mit Miley Cyrus und Adéla ergibt das eine Woche mit acht Neueinstiegen – aber eben mit zwei sehr bewusst einzuordnenden Klassiker-Rückkehrern.
Bei den Absteigern ist der Dolly-Parton-Effekt der Vorwoche sichtbar abgeklungen: Dolly Parton / Kenny Rogers fallen mit islands in the stream von Platz 16 auf Platz 72, und Dolly Parton selbst rutscht mit jolene von Platz 4 auf Platz 29. Die längste Chartpräsenz hält weiterhin The Weeknd mit blinding lights: 130 Wochen, Platz 56, Peak 1 – ein Dauerläufer, der in den Worldcharts praktisch schon zur Grundausstattung gehört.
Album-Charts #502
In den Albumcharts gibt es einen echten Führungswechsel: Adéla steigt mit prima direkt auf Platz 1 ein. Nach dem starken Singles-Sprung mit ain’t in la ist das die zweite große Adéla-Geschichte dieser Ausgabe. Sie hat in dieser Woche also nicht nur einen Song-Schub, sondern übernimmt auch bei den Alben sofort die Spitze.
Fast genauso spektakulär ist Platz 2: Beyoncé startet mit B’Day direkt dahinter. Das ist inhaltlich ein besonderer Neueinstieg, weil hier nicht einfach ein normaler Albumstart steht, sondern der 20-Jahre-Jubiläumskontext von B’Day. Eine Jubiläumsedition auf Platz 2 ist ein starkes Signal dafür, wie groß Beyoncés Katalogkraft weiterhin ist – und wie gut solche Anniversary-Veröffentlichungen globale Chartimpulse setzen können.
Die bisherige Nummer 1, Ariana Grande mit petal, fällt auf Platz 3 zurück, bleibt aber klar in der Spitzengruppe. Olivia Rodrigo gibt mit you seem pretty sad for a girl so in love von Platz 2 auf Platz 4 nach, während Nemzzz mit locked in direkt auf Platz 5 einsteigt. Damit bestehen vier der ersten fünf Plätze aus Neueinstieg oder ehemaliger Nummer 1 – eine sehr bewegte Albumspitze.
In der weiteren Top 10 halten sich mehrere etablierte Namen stark: Drake steht mit iceman auf Platz 6, BTS steigen mit arirang von Platz 8 auf Platz 7, Olivia Dean klettert mit the art of loving von Platz 14 auf Platz 8, Madonna verbessert confessions II von Platz 11 auf Platz 9, und Sienna Spiro springt mit visitor von Platz 16 auf Platz 10. Gerade diese Plätze zeigen, dass die Woche nicht nur von Neueinstiegen lebt, sondern auch von klaren Anschlussbewegungen etablierter Alben.
Der höchste Aufsteiger ist diesmal besonders deutlich: Czarface / Frankie Pulitzer springen mit czarface meets frankie pulitzer von Platz 93 auf Platz 14. Das sind 79 Plätze Gewinn und damit mit Abstand die größte positive Bewegung der Albumcharts. Dahinter folgen Ariana Grande mit thank u, next, das von Platz 82 auf Platz 46 steigt, sowie Rosalía mit lux, das von Platz 97 auf Platz 77 klettert.
Die Album-Neueinstiege sind breit gestreut. Neben Adéla, Beyoncé, Nemzzz und Ellie Goulding auf Platz 15 kommen unter anderem President mit blood of your empire, Rebecca Black mit age of the exhibitionist, Black Sherif mit sun sherif – ep und Nelly Furtado mit loose neu hinein. Nelly Furtados Loose auf Platz 83 ist dabei ebenfalls ein Jubiläums- und Nostalgie-Signal: Nach 20 Jahren findet das Album erstmals den Weg in die Worldcharts.
Der stärkste Re-Entry der Albumcharts kommt von Drake: certified lover boy kehrt auf Platz 75 zurück. Bei den Langläufern bleibt Ed Sheeran mit ÷ eine Klasse für sich: 400 Wochen in den Charts, Platz 62, Peak 1. Dahinter stehen Taylor Swift mit folklore bei 305 Wochen, Olivia Rodrigo mit sour bei 275 Wochen und The Weeknd mit after hours bei 259 Wochen für die anhaltende Macht der Katalogalben.
Das Album-Fazit fällt klar aus: Adéla übernimmt mit prima die Spitze und ist zusammen mit dem Singles-Erfolg die auffälligste Künstlerin der Woche. Beyoncé liefert mit B’Day den großen Jubiläums-Paukenschlag auf Platz 2, gemeinsam mit Nelly Furtado weiter hinten zeigen sie, dass auch 20 Jahre alte Popalben im richtigen Moment noch einmal globale Chartenergie entwickeln können.
📊Highlights der Woche (Singles)
🔺 Höchster Aufsteiger:
DUA LIPA – training season steigt von Platz 32 auf Platz 12 und gewinnt damit 20 Positionen.
🆕 Höchster Neueinstieg:
MILEY CYRUS – bass persuades startet auf Platz 7.
🔁 Stärkster Re-Entry:
Kein Re-Entry in den Singles-Top-100.
⏱ Längste Chartpräsenz:
THE WEEKND – blinding lights steht nach 130 Wochen auf Platz 56.
🔥 Auffälligste Single-Story der Woche:
Adéla springt mit ain’t in la in die Top 5 und startet zusätzlich mit nicole kidman neu, während Bee Gees und TLC als Klassiker-Neueinstiege den Nostalgie-Anteil der Woche liefern.
📊 Highlights der Woche (Alben)
🔺 Höchster Aufsteiger:
CZARFACE / FRANKIE PULITZER – czarface meets frankie pulitzer springt von Platz 93 auf Platz 14 und gewinnt damit 79 Positionen.
🆕 Höchster Neueinstieg:
ADÉLA – prima startet auf Platz 1.
🔁 Stärkster Re-Entry:
DRAKE – certified lover boy kehrt auf Platz 75 zurück.
⏱ Längste Chartpräsenz:
ED SHEERAN – ÷ steht nach 400 Wochen auf Platz 62.
🔥 Auffälligste Album-Story der Woche:
Adéla übernimmt mit prima direkt Platz 1, Beyoncé landet mit der Jubiläumskraft von B’Day auf Platz 2, und Nelly Furtado bringt Loose ebenfalls nach 20 Jahren zurück.
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